Zusammenfassung  der Erzählung: 
 
Der Schneesturm von A. Puschkin 
        Freitag, 17.06.05, 20 h
Eurythmie-Aufführung
des russischen Ensembles TEMPLAIDA

Was ist Eurythmie?
Inmitten einer Zeit des geistesgeschichtlichen Umbruchs im Jahre 1912 schuf Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, eine neue Bewegungskunst, die Eurythmie, die als sichtbarer Gesang, sichtbare Sprache verstanden und entwickelt wurde. Ohne bei den Formen des Ausdruckstanzes, der Pantomime oder des klassischen Balletts Zuflucht zu nehmen, gibt die Eurythmie auf unverwechselbare Weise jedem Vokal, jedem Konsonanten, Ton, Intervall... eine Bewegungsintention, die sich aus den Gesetzmäßigkeiten der Wort- und Tonkunst erschließt. Dabei sind es die Gebärden und Bewegungen des Wortes, des Lautes und des Tones selbst und die in ihnen wirkenden Gestaltungskräfte, die durch die menschliche Gestalt und Bewegung hindurch zum inneren Erlebnis werden.
Veranstalter: Verein zur Förderung der Anthroposophie in Düsseldorf e.V.


Presseauszug von Alexander Nitzberg

Pressebericht NNA

Das Kind Allahs  von N. Ggumilev

ein musikalisch-eurythmisches Poëm in 3 Bildern  
   
Blick ins Foyer R.Schumann-Saal     Fenster schliesssen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A. Puschkin; Der Schneesturm (Zusammenfassung)

Die Personen:
Marja Gawrilowna
Wladimir Nikolajewitsch, Fähndrich
Husarenoberst Burmin

  Die schöne 17-jährige Marja Gawrilowna  war verliebt in Wladimir Nikolajewitsch, einen armen Fähndrich. Ihr Vater, der Gutsherr Gawrila Gawrilowitsch, verbot ihr jedoch den  Umgang mit ihrem Freund. Dieser flehte sie in jedem seiner häufigen Brief an, die Seine zu werden und sich heimlich trauen zu lassen.  Der Plan wurde dann auch geschmiedet und alles war bereit. Man wollte sich des Abends in einem nahen Dorfe treffen, um zu heiraten und dann gemeinsam zu fliehen.

  Zu diesem Ziel war Wladimir  den ganzen Tag unterwegs gewesen.  Kaum hatte er seine eigene Ortschaft verlassen, als sich ein Wind erhob und ein furchbarer Schneesturm einsetzte. Im Nu war sein Weg verweht. Als er spät in der Nacht bei der Kirche ankam war diese verschlossen.
Im Elternhaus von Marja verlief der nächste Tag ohne Zwischenfälle, doch zur Nacht wurde Mascha krank. Die Mutter wachte tagelang über ihr Leben und dabei veränderte sich die harte Haltung der Eltern. Mascha erholte sich langsam. Es wurde beschlossen, nach Wladimir zu schicken, um ihm mitzuteilen, dass die Einwilligung zur Ehe gegeben sei.... Einige Tage später erfuhren sie jedoch, dass Wladimir der Armee beigetreten und abgereist sei.

Die Zeit verging und viele Freier umschwärmten Marja. Sie jedoch dachte nur an Wladimir, der im Krieg gestorben war.  

Nachdem der Krieg  beendet worden war, kam ein verwundeter Husarenoberst, Burmin, ins Haus von Marja, der ihr mit der Zeit immer lieber wurde.

  Eines Tages kam Marja Gawrilowna mit Burmin ins Gespräch. Burmin erklärte ihr, dass er sie unsterblich liebe, aber schon verheiratet sei. Er erzählte:”Zu Beginn des Jahres 1812 eilte ich nach Wilna zum Regiment. Eines Tages kam ich spätabends zu einer Poststation; ich hatte schon befohlen, schnellstens die Pferde anzuspannen, als ein entsetzlicher Schneesturm losbrach. Ich erspähte ein Licht und gelangte in ein Dorf.

Das Licht kam aus einer Holzkirche. Ich trat in die Kirche, die schwach von zwei oder drei Kerzen erleuchtet war. Ein fast bewusstloses Mädchen sass auf einer Bank in einer dunklen Ecke; ein anderes Mädchen rieb ihr die Schläfen. Der Pope fragte mich, ob er anfangen dürfe. Ich nickte. So wurden wir getraut. Danach wollte ich sie gerade küssen, als sie plötzlich rief : ‘Ach, er ist es nicht! Er ist es nicht!' und bewusstlos zu Boden fiel. Ich ging fort ohne aufgehalten zu werden... “

“Ach, du lieber Gott!" rief Marja Gawrilowna, “und Sie wissen nicht, was aus Ihrer armen Frau geworden ist?"

“Ich weiss es nicht", antwortete Burmin. “Ich weiss nicht, wie das Dorf heisst, wo ich getraut wurde, ich erinnere mich nicht, von welcher Poststation ich abgefahren bin”.  

  “Du lieber Gott, du lieber Gott!" sagte Marja Gawrilowna und ergriff seine Hand. 

“Sie waren das also! Und Sie erkennen mich nicht wieder?" Burmin erblasste  und warf sich ihr zu Füssen.

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Kind Allahs

Das Kind Allahs

Ein musikalisch-eurythmisches Poëm in 3 Bildern

Musik von:G.Sviridov

1.Bild     In der Wüste.   Sonnenuntergang.

Ein Derwisch sitzt und betet.  Das Kind Allahs, Peri,(ein weiblicher Engel),kommt auf die Erde und will mithilfe eines Derwischsden besten der Söhne Adams zu ihrem Gemahl auswählen.

Der Derwisch hilft ihr,indem er ihr ein göttliches Einhorn und den Ring des Königs Salomo schenkt und sie selber auf die Suche schickt. Unterwegs begegnen ihr nacheinander ein Kaufmann, ein Beduine und ein Kalif, alle drei verlieben sichsofort in sie, wollen Peri zur Frau, doch keiner besteht die Proben; das Einhorn und der Ring sorgen dafür,dass jeder unwürdige Freier getötet wird.

Peri ist verzweifelt, weil sie sieht, dass ihre Liebe nur Tod bringt; sie weiß nicht, wie sie vor die Augen Allahs treten kann. Erneut erscheint der Derwisch.

2.Bild     Eine Straße. Im Hintergrund eine Terrasse des Palastes.

Peri und der Derwisch sind in Bagdad. Eine Alte eilt zum Kadi. Sie erzählt ihm, dass Sindbad ins Land kommt und eine große Feier für ihn veranstalten wird. Der Derwisch gesellt sich hinzu, berichtet vom Tod des Sohnes der Alten. Da erscheint ein Scheich. Der Derwisch berichtet ihm über den Tod seines Bruders, dem Beduinen. Ein Pirat läuft vorbei, dem er sogleich die Jungfrau verkaufen will. Sie verhandeln einen Preis. Auch der Sohn des Kalifen wird vom Derwisch angesprochen. Dieser erzählt ihm vom Tod seines Vaters. Alle wollen Peri beschuldigen, entweder töten oder festnehmen. Sindbad erscheint. Er will ein großes Fest für die Bewohner von Bagdad veranstalten. Rufer laden alle Bewohner in seinen neuen Palast ein. Die zwei Eunuchen lassen Peri frei, alle anderen laufen zu Sindbads Fest. Peri und der Derwisch bleiben allein.

 3. Bild Im Garten des Sufi-Dichters Fürst Hafiz in Bagdad. Frühmorgens.   Rosen und Jasmin Große Vögel.

Fürst Hafiz singt ein Lied, in dem er die Welt und den Schöpfer rühmt. Die Vögel der Umgebung singen mit. Peri und der  Derwisch kommen. Fürst Hafiz lädt beide zu sich ein. Der Derwisch erzählt Peris Geschichte, die Geschichte der Menschen, die durch Peris Anwesenheit den Tod gefunden haben. Fürst Hafiz ruft alle drei Schatten nacheinander zu sich. Alle drei fühlen sich wohl, sie haben ihren Platz gefunden.  Peri verspürt eine innere Wandlung, sie empfindet zum ersten Mal wieder ein tiefes Glücksgefühl und weiß, dass es Fürst Hafiz ist, dem sie diese Seelenregung zu verdanken hat.

Beide gestehen sich ihre gegenseitige innige Liebe.

                                                                           
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