Weihnachten 2002

Liebe Freunde,

In der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel geht wie jedes Jahr ein ganz besonders warmer Dank an alle Menschen, die unsere Arbeit auch in diesem Jahr treu unterstützt und durch ihre Hilfe erst möglich gemacht haben!!!

Zu Beginn des Schuljahres wurde auf Bitte der Stiftungen die Zahl der Eurythmie-Dozenten und der Studenten der Akademie deutlich verringert. Die Schauspielabteilung nahm keinen neuen Ausbildungskurs auf und in das erste Jahr wurden nur 12 Studenten aufgenommen, so dass die Studentenzahl von 80 auf 58 eingeschränkt werden konnte. Außerdem studieren in diesem Jahr wegen der Gefahr zum Wehrdienst eingezogen zu werden vier Studenten in Frankreich und England. Drei Studentinnen des 3. Jahres sind auf Wunsch der Eurythmie-Schule Chatou bis Februar 2003 an einem Projekt beteiligt.

Im Oktober waren die Verhandlungen über eine Zusammenarbeit mit der Schauspielschule von Anatolij Wassilejew so weit fortgeschritten, dass mit den Fächern Eurythmie, Sprachgestaltung und Schauspiel in die Räume des ehemaligen Theaters und Studios von Wassiljew ins Zentrum von Mokau umgezogen werden konnte. Die Nebenfächer müssen leider noch weiter in Ljublino stattfinden, doch stehen bereits Räume dafür zur Verfügung, die im neuen Jahr für den Unterricht renoviert werden sollen. Glücklicherweise konnte das Erdgeschoss des Kindergartens an die Waldorfschule Sankt Georg vermietet werden, so dass die neuen Kosten für Heizung und Elektrizität – Miete ist nicht zu zahlen – getragen werden können. Die neuen Räume haben höhere Decken, sind größer mit Holzfußboden, was eine wesentliche Verbesserung für den täglichen Unterricht ausmacht. Im Moment wird vom 4. Jahr ein Programm mit der 3. Klaviersonate von A. Schnittke und Gedichten von W. Chodasevitsch vorbereitet, das im neuen Jahr im neueröffneten Theater von Wassiljew mehrmals gezeigt werden soll.

Das 5. Jahr zeigte zum Mokauer Stadtfest zweimal im September zur Freude von vielen Kindern seine Abschlussarbeit im Fach Sprachgestaltung „Die kleine Hexe“, ausgesprochen originell inszeniert von Nina Samochina – Dozentin für Sprachgestaltung.

Die Bühnengruppe arbeitet im Moment an einem neuen Programm mit Musik von Johann-Sebastian Bach und A. Schnittke, das ebenfalls im Frühjahr erstmals gezeigt werden soll.

Olga Drugowa – Leiterin der Eurythmie-Abteilung der Akademie – stellte vor wenigen Tagen ihre Doktorarbeit zum Thema „Die ästhetische Auffassung R. Steiners und ihre Verwirklichung in der Kunst“ dem wissenschaftlichen Rat der Institutes vor. Ihr Doktorvater ist seit vielen Jahren Dozent für Philosophie an der Akademie. An ihren Vortrag schloss sich eine interessante, lebhafte Diskussion an, die wieder einmal deutlich zeigte, wie wenig bekannt die Auffassungen Steiners innerhalb wissenschaftlicher Kreise sind! Mit Spannung wartet die Akademie auf die endgültige Verteidigung im Februar 2003 ! Außerdem haben noch zwei weitere ehemalige Studenten der Akademie die Aufnahmeprüfungen zur Erlangung des Doktortitels abgelegt – alles wesentliche Schritte, damit die Akademie die Anerkennung als Hochschule erneut bestätigt bekommen kann!

Erstmals wird leider niemand von den Dozenten an der Tagung für Ausbilder an Eurythmie-Schulen Anfang Januar in Dornach teilnehmen können. Über viele Jahre konnte die Sektion die Reisekosten manchmal sogar von zwei Dozenten zur Verfügung stellen, was diesmal nicht möglich war. Für das nächste Jahr werden wir uns rechtzeitig um Unterstützung bemühen, denn der Anschluss an die Arbeit der anderen Schulen und der Austausch mit den Kollegen scheint uns ungeheuer wichtig!

An ausländischen Dozenten durften wir wieder Holger Lampson mit der Stimmbildung bei uns haben. Vierzehn Tage arbeitete er intensiv mit den Studenten des 1.-3. Jahres und beschenkte uns noch mit einem schönen Konzert. Vielen Dank!

Johannes Kraus musste erstmals nach 12 Jahren!!! seinen Kurs im Herbst absagen und scheidet aus Altersgründen aus der aktiven Mitarbeit an der Akademie aus. Eine schmerzliche Lücke. Ein Nachfolger ist bisher noch nicht gefunden...Der Dank für seinen großen, engagierten Einsatz über all die Jahre lässt sich schwer in Worte fassen!!!

In der Hoffnung, Ihnen 2003 etwas „ life“ aus unserer Arbeit zeigen zu können oder den einen oder anderen hier in Moskau begrüßen zu dürfen, verbleiben wir mit den besten Wünschen für 2003

Ihr dankbares Kollegium der Akademie und die ganze Studentenschaft

 

Nikolai Konovalenko

 Пусть исполнятся Ваши желания и Боги будут благосклонны к Вам и Вашим деяниям!

Wir wünschen Templaida und allen Menschen die  mit Templaida verbunden sind 
alles alles Gute für die Zukunft... wenn  der Weg auch nicht immer leicht ist, oft hart  
und unwegsam,  wenn Klüfte übersprungen werden müssen, wenn das Weiterkommen 
unmöglich scheint, und wenn..........
......wenn dann der Nebel steigt, die Stille 
hörbar wird, der Vohang aufgeht, die Musik erklingt, 
die wunderbaren Bewegungen den Raum erfüllen, dann...
gehts  "duch das Rauhe zu den Sternen"
*per aspera ad astra*
Viel Glück für 
Templaida